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Europäische Tänze

Diese Tanzangebote geben die Möglichkeit in der praktischen Umsetzung, ins Erleben des interkulturellen Ansatzes des Instituts einzutauchen. Mit qualifizierten Tänzern und Tanzpädagogen, die diese Tanzrichtungen mit viel Engagement und Freude unterrichten bietet dieser Unterricht die Möglichkeit einer tänzerischen Zeitreise von einer der ältesten bekannten Kulturformen des Orients über bis hin zur heutigen europäischen Moderne. Verbindend, findet sich in beiden Kulturformen die symbolische Hinwendung im Tanz.

Der europäische Tanz als Symbol von Ästhetik und Schönheit und Ausdruck einer seelischen Empfindung, in der die Gegensätzlichkeit innerer Spannungen zur Überwindung der archaischen Triebkräfte der Natur, zur Darstellung kommt, steht in europäischer Tradition.


Von den europäischen Gesellschaftstänzen zum Ballett

Die Gesellschaftstänze der Renaissance werden im Kreis getanzt. Die Schrittfolgen und Raumwege sind sehr einfach. Es wird viel gesprungen und gedreht. Daraus entwickeln sich stilisierte Tänze, die vom König Ludwig dem XIV., als Barocktänze am Hofe eingeführt werden. Sie beinhalten komplexere Schrittfolgen und werden oft in einer Gasse getanzt. Integriert waren Volkstänze, höfische Tänze und vielfältige Tanzspiele, daraus entwickelt sich das Ballett. Das erste eigenständige Ballett wird 1581 uraufgeführt. Die Tanzleidenschaft des Königs führt 1661 zur Gründung der “academie royale de danse“, da die „adligen Amateure“ den technischen Anforderungen seiner Tanzansprüche nicht mehr genügen konnten. Damit war das Ballett zum Kunsttanz der Bühne erhoben. Ästhetik und Schönheit werden zu wesentlichen Aspekten dieses Tanzes. Auswärtsdrehung aus dem Hüftgelenk ( en dehors), das plie der Kniee vor und nach den Sprüngen, Erlangen von Standfestigkeit bei schwierigen Körperstellungen und Bewegungen, Auseinandersetzung mit der Schwerkraft und Herstellung der körperlichen Aufrichtung (Vertikalachse), Bewusstheit der Körperhaltungen und Bewegungsabläufe.

 


Modern Dance / Zeitgenössischer Tanz


Modern Dance entwickelt sich in den 40er Jahren in den USA aus dem Ausdruckstanz, der von emigrierten europäischen Tänzern dort eingeführt wurde. (siehe Tanztherapie). Der Modern Dance weist als freier Tanz keine einheitliche Stilgattung auf. Er verändert sich ständig, lebt und entwickelt sich in seinen unterschiedlichsten Formen. Es entwickeln sich unterschiedliche Methoden bzw. Stiltechniken, die aber eher als Bewegungssysteme aufzufassen sind und einer ständigen Veränderung unterliegen.. Zu nennen sind: Martha Graham, Doris Humphry, Jose Limon, Merce Cunningham etc.
Es gibt allerdings gemeinsame Prinzipien wie: bewegungsaktives Becken, bewusstes Atmen, körperliche Spannung und Entspannung, Bewegungen in der Wirbelsäule und des gesamten Rumpfes mit einem bewegungsbewussten imaginärem Zentrum und akzentuierten Beckenbewegungen der afrikanischen rituellen Tänzen und dem Jazz.